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Nachschlagewerke

Beim Schreiben wissenschaftlicher Texte sind gute sprachliche Nachschlagewerke unerlässlich. In diesem Artikel möchte einige solche Werke vorstellen. Manche davon habt Ihr vielleicht nie zu brauchen geglaubt (wahrscheinlich weil Ihr nie geschaut habt, wozu sie eigentlich gut sind) oder sogar noch nie gesehen.

  • Rechtschreibung/Bedeutung:
    Ein gutes allgemeines Wörterbuch ist essenziell. Es hilft nicht nur bei der Schreibung, sondern auch bei der genauen Definition eines Wortes sollte man es zu Rate ziehen. Außerdem gibt es elementare grammatische Auskunft (Genus, Flexion).
    • Englisch: Ich persönlich benutze das Longman Dictionary of Contemporary English, wobei ich nicht wirklich sagen kann, warum ich es besser finde als andere Wörterbücher. Es gibt Auskunft über Rechtschreibung, Grammatik, grundlegende Wortkombinationen, idiomatische Wendungen, Stilebene und über Unterschiede zwischen britischem und amerikanischem Englisch.
    • Deutsch: Meist reicht ein gutes Rechtschreibwörterbuch (z.B. Duden – Die deutsche Rechtschreibung) völlig aus. Es hilft bei der Schreibung, Grammatik und normalerweise bei der Bedeutung. Manchmal muss man zusaätzlich ein Fremdwörterbuch (z.B. Duden – Das Fremdwörterbuch) konsultieren. Und besonders für Nichtmuttersprachler empfiehlt sich zusätzlich ein Bedeutungswörterbuch (z.B. Duden – Das Bedeutungswörterbuch oder Deutsches Universalwörterbuch), da im Rechtschreibwörterbuch nur weniger frequente Wörter definiert sind, und das sehr knapp.
  • Synonyme:
    Ein Werk, das ich auch ziemlich oft konsultiere ist der Thesaurus. Diesem wird manchmal nachgesagt, er produziere schlechte oder wichtigtuerische Texte, aber natürlich sollte man ihn nicht benutzen, um einfach nur hochgestochenere Wörter zu suchen als das, was man eigentlich benutzen wollte. Es hilft mir oft, ein geeigneteres Wort zu finden als das, was mir zuerst einfällt, und ich würde nie ein mir unbekanntes Wort daraus benutzen, ohne es zumindest noch in einem anderen Wörterbuch nachzuschlagen.
  • Wortkombinationen:
    Eine Art von Wörterbuch, die ich ziemlich spät entdeckt habe und die besonders für Nichtmuttersprachler geeignet ist, ist ein Wörterbuch für Wortkombinationen. Was macht man z.B auf englisch mit einem survey? Ach ja, conduct oder einfach carry out. Wie nennt man auf englisch starken Verkehr? Ist er strong? Ups, nein, Verkehr kann u.a. busy, congested, heavy oder thick sein.
  • Gebrauch:
    Auch hauptsächlich (aber nicht nur) für Nichtmuttersprachler geeignet ist ein Gebrauchswörterbuch. Es gibt Auskunft darüber, wie Wörter benutzt werden, vor allem bei Zweifelsfällen und oft gemachten Fehlern.
    • Englisch: Ich habe mir kürzlich Practical English Usage zugelegt. Ich kann noch nicht sagen, ob es wirklich hilfreich ist, weil es noch nicht zum Einsatz gekommen ist; aber allein schon darin zu stöbern ist sehr interessant. Außer Einträgen zu einzelnen Wörtern enthält es Artikel über Grammatik, solche die Wörter vergleichen (z.B. thakful and grateful, whether and if), solche darüber, wie man bestimmte Dinge ausdrückt (z.B. telling the time) und viele andere mehr.
    • Deutsch: Duden – Richtiges und gutes Deutsch enthält ähnliche Informationen. Die Einträge sind in der Regel kürzer und konzentrieren sich auf einzelne Wörter, aber es enthält auch Artikel zu Grammatik und speziellen Themen wie z.B. die Benutzung von Zahlen oder Namen.
  • Grammatik:
    Ein Werk, das ich nicht ganz so oft benutze, das ich aber auch gerne griffbereit habe, ist die Grammatik.

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